Posteingang sortieren
Ein KI-Agent erkennt, ob eine E-Mail eine Schadenmeldung, eine Vertragsänderung, eine Angebotsanfrage oder eine Rückfrage des Versicherers ist, ordnet sie dem Kunden zu und legt einen Vorgang an.
KI hilft im Versicherungsmaklerbüro vor allem bei der Vorbereitung: Sie sortiert Anfragen, ordnet Dokumente der Versicherer zu und schreibt Entwürfe für Antworten, Erstansprachen und Beratungsdokumentation. Beratung, Empfehlung und Abschluss bleiben beim Makler. Dieser Ratgeber von Hey2Ai zeigt sechs bewährte Anwendungsfälle, die rechtlichen Grenzen und einen Weg zum ersten automatisierten Vorgang.
Ein KI-Agent erkennt, ob eine E-Mail eine Schadenmeldung, eine Vertragsänderung, eine Angebotsanfrage oder eine Rückfrage des Versicherers ist, ordnet sie dem Kunden zu und legt einen Vorgang an.
Bei einer neuen Anfrage fasst der Agent Bedarf, vorhandene Verträge und fehlende Unterlagen zusammen und schreibt die Erstansprache als Entwurf. Der Makler geht vorbereitet ins Gespräch.
Policen, Nachträge und Beitragsrechnungen werden ausgelesen, Kunde und Vertrag erkannt und abgelegt. Unklare Dokumente landen in einer Prüfliste statt im falschen Ordner.
Nach § 61 VVG sind Wünsche und Bedürfnisse zu erfragen, die Gründe für jeden Rat anzugeben und die Beratung zu dokumentieren. Aus Gesprächsnotizen entsteht ein strukturierter Entwurf, den der Makler prüft und ergänzt.
Der Agent fragt fehlende Angaben wie Datum, Hergang und Fotos nach und übergibt einen vollständigen Fall. Die Abstimmung mit dem Versicherer führt weiterhin das Büro.
Wiedervorlagen zu Vertragsabläufen, fehlenden Unterlagen oder offenen Rückfragen werden automatisch erstellt und als Erinnerung oder Anschreiben vorbereitet.
Die wichtigste Grenze ist die Beratung selbst: KI bereitet vor, der Makler berät und entscheidet. Wer gewerbsmäßig Versicherungen vermittelt, braucht nach § 34d GewO eine Erlaubnis der IHK. Die Pflichten aus §§ 61, 62 VVG, also Befragung, Begründung des Rats und Dokumentation in Textform, trägt der Vermittler. Ein Agent kann dafür Entwürfe liefern, aber keine Empfehlung an den Kunden aussprechen.
Bei Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen fallen Gesundheitsdaten an. Sie gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Lege vor dem Einsatz fest, welche Daten ein Agent sehen darf, und schließe mit jedem Dienstleister einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Hey2Ai verarbeitet in der EU, hostet in Deutschland und trainiert nicht auf Kundendaten.
Nach Anhang III Nr. 5 gelten KI-Systeme zur Risikobewertung und Preisbildung bei natürlichen Personen in der Lebens- und Krankenversicherung als hochriskant. Diese Pflichten greifen ab 2. Dezember 2027. KI, die Anfragen sortiert oder Entwürfe schreibt, fällt nicht darunter. Für alle Büros gelten die Maßnahmen zur KI-Kompetenz nach Art. 4 und seit 2. August 2026 die Transparenzpflichten nach Art. 50, etwa wenn Kunden mit einem Chatbot schreiben. Details findest du in der EU AI Act Checkliste.
„Jede Akquise war vorher ein Kaltstart. Jetzt kommt die Anfrage vorbereitet an: Bedarf erkannt, Unterlagen sortiert, Erstansprache im Entwurf. Ich telefoniere, statt zu sortieren.“
Wähle den Vorgang, der täglich die meiste Zeit kostet, meist den Posteingang, und miss den heutigen Aufwand.
Kläre, welche Daten der Agent sehen darf, wo sie verarbeitet werden und welche Verträge nach Art. 28 DSGVO nötig sind.
Der Agent arbeitet mit echten Anfragen. Jede Aktion geht als Entwurf an dich und wird erst nach Freigabe ausgeführt.
Führe dein Team am eigenen Vorgang ein und dokumentiere die Einweisung als Maßnahme nach Art. 4 EU AI Act.
In der kostenlosen KI-Analyse benennen wir den Vorgang, der sich zuerst lohnt, mit Werkzeug, Kennzahl und Größenordnung. Und du bekommst eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie Nein heißt.
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