Der Mensch entscheidet.
Annahme des Mandats, Risikoeinstufung, Freigabe und Honorar bleiben beim Berufsträger. Das System bereitet vor und dokumentiert.
Für eine Steuerberatungskanzlei aus Deutschland haben wir neue Mandanten vollständig digital aufgenommen, von der ersten Anfrage bis zur Übergabe an die Kanzleisoftware. Der Aufwand pro Mandant sank von 10 auf 3 Stunden, das sind 70 Prozent weniger.
PDF-Fragebögen, Ausweiskopien per E-Mail, Vollmachten zum Ausdrucken, eine Honorarvereinbarung und die Geldwäsche-Prüfung. Am Ende tippte jemand alles von Hand in die Kanzleisoftware.
Jeder Schritt ist für sich einfach. Zusammen kosten sie Tage, und der Mandant muss mehrmals nachliefern. Niemand sah auf einen Blick, wo ein Mandat gerade hängt und wer am Zug ist. Die Kanzlei wollte drei Dinge:
Interessenten stellen zuerst eine kurze Anfrage. Erst wenn die Kanzlei das Mandat annimmt, folgt der ausführliche Teil. Der Mandant sieht dabei nur drei Aufgaben: Unterlagen hochladen, Angaben prüfen, Vertrag bestätigen.
Die Unterlagen kommen zuerst, nicht der Fragebogen. Auf Wunsch des Mandanten liest das System daraus Vorschläge für die Formularfelder, und der Mandant prüft jeden Vorschlag selbst. Was er schon angegeben hat, muss er nicht noch einmal eintippen. Jede Angabe wird beim Eintragen geprüft.
Die Strecke läuft auf dem Handy, speichert automatisch und lässt sich jederzeit über den persönlichen Link fortsetzen.
Jedes Mandat steht in genau einer von fünf Phasen: Anfrage, Mandatsdaten, Vertrag, GwG-Prüfung, Übergabe. Zu jedem Mandat zeigt die Liste die nächste Aufgabe und wer gerade am Zug ist, die Kanzlei oder der Mandant.
Ein Filter trennt „Wir sind dran“ von „Mandant ist dran“. Als Liste oder als Board.
Die Startseite ordnet die anstehenden Schritte nach Frist, Wartezeit und Risiko. Jeder Vorschlag sagt, warum er dort steht, und lässt sich mit einem Klick annehmen oder verwerfen.
Erinnerungen an Mandanten gehen nach dem Rhythmus der Kanzlei raus und hören von selbst auf, sobald der Mandant seinen Schritt erledigt hat.
Ein Tastenkürzel öffnet die Suche, und man ist direkt im Mandat. Oben steht eine kurze Zusammenfassung: Was fehlt noch, was ist auffällig, wie lange wartet der Fall schon.
Darunter liegt der Plan mit allen Aufgaben je Phase, damit man ihn einmal von oben nach unten abarbeiten kann.
Das System bereitet die GwG-Prüfung vor: Es schlägt eine Risikoeinstufung mit nachvollziehbarer Begründung vor, ermittelt die wirtschaftlich Berechtigten und führt eine Checkliste. Freigeben kann nur der Berufsträger, mit Name und Zeitstempel im Protokoll.
Am Ende steht eine Übergabeliste in genau der Reihenfolge der Eingabemaske der Kanzleisoftware, dazu alle Unterlagen als Paket in der Ordnerstruktur der Kanzlei. Statt in mehreren Quellen zu suchen, arbeitet man die Liste einmal von oben nach unten ab.
Annahme des Mandats, Risikoeinstufung, Freigabe und Honorar bleiben beim Berufsträger. Das System bereitet vor und dokumentiert.
Gebühren und Risikoeinstufungen kommen aus einem nachvollziehbaren Regelwerk, nicht aus einem Sprachmodell. KI hilft nur beim Lesen von Dokumenten und Formulieren, und alles, was sie vorschlägt, ist gekennzeichnet und abwählbar.
Jeder Statuswechsel, jeder Upload und jede Freigabe wird unveränderlich protokolliert.
Hosting in der EU, keine personenbezogenen Daten in Logs, Einwilligung vor jeder automatischen Auswertung.
Branding, Leistungen, Preise und Texte sind je Kanzlei konfigurierbar, ohne eine Zeile Code.
−70 %Onboarding-Aufwand pro Mandant: früher rund 10 Stunden, heute etwa 3. Das sind sieben Stunden weniger je Mandat.
Die Zeit geht nicht mehr ins Abtippen, Nachfragen und Suchen. Der Mandant liefert seine Angaben geprüft und vollständig. Die Kanzlei sieht jeden Morgen, was zu tun ist, und übernimmt am Ende eine fertige Liste in ihre Kanzleisoftware.
Was bleibt, ist die eigentliche Arbeit des Berufsträgers: prüfen, entscheiden, freigeben.
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