BSI-StudieSicherheit · IT-Sicherheit

Mögliche KI-Angriffe: Nur 11 Prozent haben Abläufe dafür

BSI und TÜV-Verband: Nur 11 Prozent der Unternehmen haben Abläufe für KI-Sicherheitsvorfälle

Die KI-Sicherheitsstudie 2026 zeigt: Angriffe mit möglicher KI-Beteiligung treffen bereits jedes sechste Unternehmen, die meisten sind darauf organisatorisch nicht vorbereitet.

Redaktion Hey2Ai · · Quellen geprüft am · 2 Min. Lesezeit

Das ist passiert

Das BSI und der TÜV-Verband haben am 7. Oktober 2026 ihre KI-Sicherheitsstudie vorgestellt, für die mehr als 500 Unternehmen ab 20 Beschäftigten befragt wurden. 17 Prozent berichten von Angriffen oder Betrugsversuchen mit möglicher KI-Beteiligung, aber nur 11 Prozent haben eigene Abläufe für KI-bezogene Sicherheitsvorfälle.

Auf einen Blick

Wie Unternehmen auf KI-bezogene Sicherheitsvorfälle vorbereitet sind

Eigene Abläufe für KI-Vorfälle11 %
Solche Abläufe in Entwicklung20 %
Nur allgemeine IT-Sicherheitsprozesse43 %
Keine Regeln dafür25 %
Anteil der befragten Unternehmen ab 20 Beschäftigten, KI-Sicherheitsstudie 2026 von BSI und TÜV-Verband. [1]

Die Fakten

  1. Bei den betroffenen Unternehmen kamen die Angriffe vor allem über überzeugende Phishing-E-Mails (90 Prozent), über automatisierte Angriffsskripte (40 Prozent) und über Deepfakes wie gefälschte Anrufe der Geschäftsführung (11 Prozent). [1]
  2. 43 Prozent der Unternehmen setzen nur allgemeine IT-Sicherheitsprozesse ohne KI-spezifische Regeln ein, 20 Prozent entwickeln solche Prozesse gerade, 25 Prozent haben keine Regeln dafür. [1]
  3. 49 Prozent der befragten Unternehmen nutzen KI. Unter den Schutzmaßnahmen für den eigenen KI-Einsatz nennen 56 Prozent Schulungen, 45 Prozent formale Freigabeprozesse, und 29 Prozent setzen keine der abgefragten Maßnahmen um. [1]
  4. Bei den technischen Maßnahmen lassen 67 Prozent der KI-Nutzer kritische Ergebnisse von Menschen prüfen, 64 Prozent beschränken Zugriffsrechte, 40 Prozent protokollieren oder überwachen die KI-Nutzung. [1]
  5. Für kleine und mittlere Unternehmen hat die Allianz für Cyber-Sicherheit eine Handreichung zum Schutz vor KI-verstärkten Cyberangriffen mit Sofortmaßnahmen veröffentlicht. [3]

Darum ist das wichtig

Die Studie stammt vom BSI, der Cybersicherheitsbehörde des Bundes, und betrachtet KI-Nutzung und KI-bezogene Angriffe gemeinsam. Sie zeigt eine Lücke: KI ist in jedem zweiten Unternehmen im Einsatz, die organisatorische Absicherung hinkt hinterher.

Was das für deine Firma heißt

Unternehmen sollten ihre Notfall- und Sicherheitsprozesse um KI-Szenarien ergänzen, etwa für Deepfake-Anrufe oder täuschend echte Phishing-Mails. Wer selbst KI einsetzt, braucht Freigaberegeln, begrenzte Zugriffsrechte und eine Protokollierung. Eine KI-Richtlinie und das Agent Estate Review als Überblick über alle KI-Agenten sind dafür der Ausgangspunkt.

Was das für dich im Job heißt

Beschäftigte sind die erste Verteidigungslinie: Fast alle betroffenen Unternehmen nennen Phishing als Einfallstor. Schulungen helfen, gefälschte Mails und Anrufe zu erkennen, und klare Regeln zeigen, welche Daten in KI-Werkzeuge eingegeben werden dürfen.

So hilft Hey2Ai

Weißt du, welche KI-Agenten bei dir laufen?

Wer auf KI-Vorfälle reagieren will, braucht zuerst einen Überblick. Das Agent Estate Review von Hey2Ai erfasst alle KI-Agenten und Automatisierungen mit Eigentümer, Datenzugriff und Risikoklasse und endet mit einem Maßnahmenplan.

Diese Meldung beruht auf der Pressemitteilung des BSI vom 7. Oktober 2026 und der dort verlinkten Studie. Zusammenfassung und Einordnung: Redaktion Hey2Ai. Quellen geprüft am 25.10.2026.

Hier steht es: die Quellen

Fragen zu dieser Meldung

Wie viele Unternehmen sind von KI-gestützten Cyberangriffen betroffen?

Laut der KI-Sicherheitsstudie 2026 von BSI und TÜV-Verband berichten 17 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten von Angriffen oder Betrugsversuchen mit möglicher KI-Beteiligung in den letzten zwölf Monaten, davon 4 Prozent bestätigt.

Wie schütze ich mein Unternehmen vor KI-gestützten Angriffen?

Die Studie empfiehlt, Sicherheits- und Notfallprozesse um KI-Szenarien zu erweitern. Dazu kommen Schulungen gegen Phishing und Deepfakes sowie, für den eigenen KI-Einsatz, Freigaben, begrenzte Zugriffsrechte und Protokollierung.

Wer hat die KI-Sicherheitsstudie 2026 erstellt?

Das BSI und der TÜV-Verband haben die Studie am 7. Oktober 2026 vorgestellt. Befragt wurden mehr als 500 Unternehmen ab 20 Beschäftigten.