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Deepfakes täuschen dreimal so viele wie vor einem Jahr

Bitkom: 9 Prozent der Internetnutzer in Deutschland wurden von KI-Fälschungen getäuscht

Laut einer Bitkom-Umfrage sind täuschend echte, mit KI erstellte Fotos, Videos oder Audios bei Cyberangriffen auf dem Vormarsch. Der Anteil der Betroffenen hat sich verdreifacht.

Redaktion Hey2Ai · · Quellen geprüft am · 2 Min. Lesezeit

Das ist passiert

Der Digitalverband Bitkom hat am 26. Oktober 2026 Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Cyberkriminalität veröffentlicht. 9 Prozent der Internetnutzer in Deutschland wurden in den vergangenen 12 Monaten durch realistisch wirkende, mit KI erstellte oder veränderte Fotos, Videos oder Audios getäuscht, ein Jahr zuvor waren es 3 Prozent. Insgesamt waren 64 Prozent der Internetnutzer von Cyberkriminalität betroffen.

Auf einen Blick

Von KI-Fälschungen getäuscht: Anteil der Internetnutzer

3 %Vorjahr: von KI-Fälschungen getäuscht
9 %Von KI-Fälschungen getäuscht (letzte 12 Monate)
Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland, telefonische Bitkom-Umfrage in den Kalenderwochen 33 bis 37 des Jahres 2026 im Vergleich zur Vorjahresbefragung (Kalenderwoche 49/2024 bis 2/2025). [1]

Die Fakten

  1. 9 Prozent der Internetnutzer wurden in den vergangenen 12 Monaten durch realistisch aussehende, mit KI erstellte oder veränderte Fotos, Videos oder Audios getäuscht. Ein Jahr zuvor waren es 3 Prozent. [1]
  2. 64 Prozent der Internetnutzer waren in den vergangenen 12 Monaten Opfer von Cyberkriminalität, nach 61 Prozent im Jahr zuvor. [1]
  3. Bei 58 Prozent der Betroffenen entstand ein persönlicher finanzieller Schaden. Er lag im Durchschnitt bei 233 Euro. [1]
  4. 54 Prozent der Internetnutzer wissen nicht, an wen sie sich nach einem Cyberangriff wenden sollen. Nur 13 Prozent der Betroffenen wandten sich an Behörden wie das BSI. [1]
  5. Befragt wurden 1.126 Personen ab 16 Jahren, darunter 1.031 Internetnutzer, telefonisch in den Kalenderwochen 33 bis 37 des Jahres 2026. Die Umfrage ist laut Bitkom repräsentativ. [1]

Darum ist das wichtig

Die Zahlen stammen aus einer Befragung von Privatpersonen, zeigen aber, wie schnell sich KI-Fälschungen verbreiten. Was Verbraucher trifft, kann auch Beschäftigte treffen, etwa über gefälschte Anrufe, Sprachnachrichten oder Videos, die angeblich von Vorgesetzten kommen.

Was das für deine Firma heißt

Lege fest, dass dringende Zahlungsbitten und ungewöhnliche Anweisungen immer über einen zweiten Kanal bestätigt werden, wie Bitkom es Privatpersonen rät. Halte diese Regel schriftlich fest, zum Beispiel in deiner KI-Richtlinie, und gib sie an alle weiter, die Überweisungen freigeben oder Zugangsdaten herausgeben.

Was das für dich im Job heißt

Wenn dich ein Anruf, eine Sprachnachricht oder ein Video unter Druck setzt, lohnt sich der Rückruf über eine Nummer, die du selbst kennst. Ein Rückruf kostet wenig Zeit, und niemand sollte dir einen Vorwurf machen, wenn du erst nachfragst, bevor du eine Zahlung freigibst.

So hilft Hey2Ai

Wie sicher ist KI in deinem Unternehmen eingebunden?

Wo KI Entscheidungen vorbereitet oder Zahlungen anstößt, brauchst du klare Regeln für Freigaben und Zugriffe. Hey2Ai erarbeitet mit dir in der KI-Strategie, wo KI bei dir sinnvoll läuft und wo ein Mensch gegenzeichnen muss.

Diese Meldung beruht auf der Bitkom-Pressemitteilung vom 26. Oktober 2026 zu Cyberkriminalität und Deepfakes. Zusammenfassung und Einordnung: Redaktion Hey2Ai. Quellen geprüft am 26.10.2026.

Hier steht es: die Quellen

Fragen zu dieser Meldung

Wie viele Menschen in Deutschland wurden schon von Deepfakes getäuscht?

Laut Bitkom wurden 9 Prozent der Internetnutzer in den vergangenen 12 Monaten durch KI-erstellte oder veränderte Fotos, Videos oder Audios getäuscht. Ein Jahr zuvor waren es 3 Prozent.

Wie schütze ich mich vor Betrug mit gefälschten Anrufen oder Nachrichten?

Bitkom rät, ungewöhnliche Anrufe oder dringende Zahlungsaufforderungen über einen zweiten Kanal zu prüfen, bevor du handelst. Zusätzlich empfiehlt Bitkom für jeden Dienst ein eigenes starkes Passwort sowie Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys.

An wen wende ich mich nach einem Cyberangriff?

Laut Bitkom wissen 54 Prozent der Internetnutzer nicht, wen sie nach einem Angriff kontaktieren sollen. Von den Betroffenen wandten sich 13 Prozent an Behörden wie das BSI und 19 Prozent erstatteten Anzeige bei der Polizei.