Rechte übernehmen
Die KI durchsucht nur Dokumente, die die fragende Person auch in der Ablage öffnen dürfte. Die Berechtigungen werden aus dem Quellsystem übernommen, nicht nachgebaut.
Mit RAG (Retrieval-Augmented Generation) sucht eine KI vor jeder Antwort die passenden Stellen in deinen eigenen Dokumenten und formuliert die Antwort auf dieser Grundlage, statt nur aus ihrem allgemeinen Training. Halluzinationen verschwinden dadurch nicht vollständig, lassen sich aber mit Zugriffsrechten, Quellenangaben, gepflegten Dokumenten, Testfragen und menschlicher Freigabe deutlich eindämmen. Hey2Ai erklärt in diesem Ratgeber, wie das in der Praxis funktioniert.
Die Frage wird mit deinen Dokumenten abgeglichen, etwa Handbüchern, Verträgen oder Prozessbeschreibungen. Das System findet die inhaltlich passendsten Abschnitte, auch wenn andere Wörter verwendet werden.
Die gefundenen Abschnitte werden zusammen mit der Frage an das Sprachmodell übergeben, mit der Anweisung, nur auf dieser Grundlage zu antworten.
Das Modell formuliert die Antwort und verweist auf die verwendeten Dokumente. Findet es nichts Passendes, sollte es das sagen, statt zu raten.
Auch mit RAG kann eine KI falsche Antworten geben, weil Suche und Formulierung je eigene Fehlerquellen haben. Eine Übersichtsarbeit von Huang und weiteren Autoren beschreibt Halluzinationen als plausibel klingende, aber nicht faktentreue Inhalte und untersucht ausdrücklich die Grenzen, auf die retrieval-gestützte Sprachmodelle bei ihrer Bekämpfung stoßen.
In der Praxis zeigen sich vor allem drei Muster:
Keine Maßnahme allein reicht. Zusammen machen sie Antworten nachvollziehbar und Fehler sichtbar.
Die KI durchsucht nur Dokumente, die die fragende Person auch in der Ablage öffnen dürfte. Die Berechtigungen werden aus dem Quellsystem übernommen, nicht nachgebaut.
Jede Antwort nennt die Dokumente und Abschnitte, auf denen sie beruht. Mitarbeitende können mit einem Klick prüfen, ob die Aussage dort wirklich steht.
Veraltete Fassungen, Dubletten und widersprüchliche Vorlagen führen zu widersprüchlichen Antworten. Lege fest, wer welche Bestände aktuell hält, und archiviere Altes.
Sammle 30 bis 50 typische Fragen mit geprüften Antworten. Nach jeder Änderung an Dokumenten oder Einstellungen läuft dieser Satz erneut und zeigt, ob die Qualität hält.
Wo eine Antwort nach außen geht oder Entscheidungen auslöst, prüft ein Mensch. Rückmeldungen zu falschen Antworten fließen in Dokumente und Testfragen ein.
Ein RAG-System ist nur so gut wie der Dokumentenbestand dahinter. KfW Research betont in einer Analyse zur KI im Mittelstand vom Juli 2026, dass Unternehmen für anspruchsvollere KI-Anwendungen eine Datenkultur aufbauen müssen, von der Erfassung über die Verwaltung bis zu Schutz und Analyse von Daten.
Für den Start reicht ein klar abgegrenzter Bestand, etwa das Qualitätshandbuch oder die Vorlagen einer Abteilung. Wie ein solcher Assistent mit Hosting in Deutschland und ohne Training auf deinen Daten aussieht, zeigt die eigene KI-Plattform von Hey2Ai. Begriffe wie Embedding oder Sprachmodell erklärt das Glossar.
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