Automatisierung · Celonis (Make, vormals Integromat)
Make
Visuelle Automatisierungsplattform, die Apps und KI-Schritte zu Abläufen verbindet.
Datenschutz-Ampel: GelbWas Make kann
Make, früher Integromat, verbindet Anwendungen in grafisch gebauten Szenarien und bietet dafür KI-Bausteine wie das Make AI Toolkit. Das Tool eignet sich für Teams, die wiederkehrende Abläufe ohne eigene Programmierung automatisieren wollen. Bei den KI-Funktionen entscheidet die gewählte Datenzone nicht allein über den Verarbeitungsort.
Typische Einsätze im Mittelstand
- Anfragen aus dem Kontaktformular automatisch ins CRM übernehmen und eine Bestätigungsmail senden
- Rechnungen aus dem Postfach auslesen und in die Buchhaltung weiterleiten
- Neue Mitarbeitende anlegen: Konten, Teamkanäle und Aufgaben in einem Ablauf
Datenschutz und EU AI Act
| Anbieter und Sitz | Make gehört zu Celonis. Verantwortlich ist laut Datenschutzhinweis Celonis, Inc., One World Trade Center, New York, USA, bzw. die zuständige Celonis-Tochter; Konzernmutter ist Celonis SE. [1] |
|---|---|
| Serverstandort | Infrastruktur auf AWS (EC2 in einer VPC), Cluster über zwei Zonen. Jede Organisation liegt in einer Datenzone (EU1, EU2, US1 oder US2). Wo genau die Plattformdaten je Zone gespeichert werden, beschreibt Make auf den geprüften Seiten nicht. [2] |
| Datenhaltung in der EU | Optional: Die Datenzonen EU1 und EU2 gehören zur Data Region EU. Bei KI-Funktionen garantiert die Zone die EU-Verarbeitung nicht: Maia, Make AI Web Search und alle OpenAI-Modelle im Make AI Provider laufen immer in den USA. [3] |
| Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) | Ja: Die Nutzung unterliegt einem Data Processing Agreement, für europäische Kunden gelten zusätzlich Standardvertragsklauseln. Eine Liste der Unterauftragsverarbeiter (Stand November 2025) ist veröffentlicht. [4] |
| Training mit deinen Daten | Nein, nur für das Make AI Toolkit belegt: „Make does not store your data and your data is not used to train the AI.“ Für die Plattform insgesamt ist keine Aussage veröffentlicht, bei eigenen KI-Verbindungen gelten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. [5] |
| Zertifizierungen | SOC 2 Typ II und SOC 3 abgeschlossen. Die Sicherheitsseite nennt im Enterprise-Abschnitt „ISO 27001 certified“, das Security-PDF dagegen nur „aligned with ISO27001“. Ein Zertifikat habe ich nicht gesehen, frag nach, ob die Zertifizierung auch für deinen Tarif gilt. [6] |
| Einordnung EU AI Act | nicht öffentlich angegeben. Als Unternehmen, das das Tool einsetzt, musst du unabhängig davon für ausreichende KI-Kompetenz deiner Mitarbeitenden sorgen (Art. 4 AI Act). [7] |
Es gibt einen AVV und EU-Datenzonen. Mehrere KI-Funktionen verarbeiten aber immer in den USA, und eine Trainingszusage liegt nur für das Make AI Toolkit vor.
Die Ampel ist eine Einschätzung von Hey2Ai auf Basis der genannten Quellen und keine Rechtsberatung. Sie gilt für die geschäftliche Version.
Stärken
- EU-Datenzonen (EU1, EU2) für die Organisation wählbar
- AVV mit Standardvertragsklauseln und veröffentlichter Unterauftragsverarbeiter-Liste
- SOC 2 Typ II und SOC 3 abgeschlossen
- Make dokumentiert offen, welche KI-Funktionen in der EU oder in den USA laufen
Schwächen
- Maia, Make AI Web Search und OpenAI-Modelle im Make AI Provider laufen immer in den USA
- Bei eigenen KI-Verbindungen zu Anthropic, OpenAI, Gemini oder Mistral ist die EU-Verarbeitung nicht garantiert
- Der Speicherort der Plattformdaten je Zone ist auf den geprüften Seiten nicht ausdrücklich beschrieben
- Keine allgemeine Aussage zum KI-Training der Plattform, nur für das Make AI Toolkit
Für wen es passt
Passt für Teams, die Abläufe automatisieren und KI-Schritte gezielt mit EU-fähigen Anbietern verbinden. Weniger geeignet, wenn personenbezogene Daten durch die Standard-KI-Module von Make fließen sollen, ohne dass du den Verarbeitungsort je Modul prüfst.
So hilft Hey2Ai
Hey2Ai baut mit dir Abläufe, in denen personenbezogene Daten nur EU-fähige KI-Dienste erreichen, und dokumentiert den Datenfluss.
Fragen zu Make
Reicht die Wahl einer EU-Zone, damit meine KI-Daten in der EU bleiben?
Nein. Laut Make-Hilfe bedeutet EU1 oder EU2 nicht automatisch EU-Verarbeitung der KI-Anfragen. Maia, Make AI Web Search und OpenAI-Modelle im Make AI Provider laufen immer in den USA.
Gibt es einen AVV?
Ja. Make verweist auf ein Data Processing Agreement samt Standardvertragsklauseln und veröffentlicht die Unterauftragsverarbeiter.
Wird mit meinen Daten KI trainiert?
Für das Make AI Toolkit sagt Make, dass Daten nicht gespeichert und nicht für das KI-Training genutzt werden. Eine Aussage für die gesamte Plattform habe ich nicht gefunden, frage das im Vertrag nach.
Quellen
Geprüft am 25.10.2026. Angaben der Anbieter können sich ändern.

